Gas-Wärmepumpe

Mit neuen Gas-Wärmepumpen können Sie Ihre Heizkosten im Einfamilienhaus bis zu 50 % reduzieren. Lesen Sie hier, was die Technik in ihren unterschiedlichen Varianten ausmacht.

Brennstoff kombiniert mit Umweltwärme

Gaswärmepumpen kombinieren effiziente Erdgasheiztechnik mit der Nutzung von Umweltwärme aus Sonne, Luft, Wasser oder Erde in einem Gerät. So wird etwa ein Viertel der benötigten Energie fürs Heizen regenerativ erzeugt. Damit gehen gegenüber herkömmlichen Gasheizungen CO2-Einsparungen von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent einher. Durch die Verwendung von Umweltwärme erreichen Gaswärmepumpen selbst bei niedrigen Außentemperaturen noch hohe Wirkungsgrade. Dadurch decken sie auch im Winter die Heizgrundlast effizient ab. Auch Bedarfsspitzen können über das Gaswärmepumpen-Aggregat abgedeckt werden, wodurch konstant hoher Wärmekomfort garantiert ist. Sie können zum Beheizen, Kühlen, Klimatisieren und Entfeuchten eingesetzt werden. Erfahren Sie mehr zu dieser innovativen Technologie in unserem Erklärfilm und den weiteren Informationen.

Vorteil gegenüber Elektro-Wärmepumpe

Der Hauptvorteil gegenüber Elektro-Wärmepumpen besteht in der geringeren Abhängigkeit von den vorliegenden Umweltbedingungen. Aus verfahrenstechnischen Gründen nutzen Gaswärmepumpen bei gleicher Wärmeleistung weniger Umweltwärme als Elektro-Wärmepumpen. So müssen beispielsweise die Sonden von gasbetriebenen Erd-Wärmepumpen nicht so tief gebohrt werden und bei Gaswärmepumpen, die Sonnenwärme nutzen, fallen die dazu benötigten Kollektorflächen geringer aus. Sollte zudem die Umweltwärme einmal nicht ausreichend zur Verfügung stehen, wird die Wärme dank integrierter Erdgas-Brennwerttechnik immer noch auf vergleichsweise energieeffiziente Weise erzeugt. Aufgrund dieses Vorteils bieten Gaswärmepumpen auch eine größere Flexibilität hinsichtlich der Einbaubedingungen. Einerseits betrifft das die Systembedingungen vor Ort, andererseits den Einsatz der Umweltwärmequelle, die im Vergleich zu Elektro-Wärmepumpen kleiner dimensioniert werden können.

Wie funktioniert eine Gas-Wärmepumpe?

Gaswärmepumpen arbeiten nach verschiedenen technischen Prinzipien.

In Ein- und Zweifamilienhäusern kommen Gaswärmepumpen mit sogenannten Sorptionsprozessen zum Einsatz. Diese Kreisläufe aus Verdichtung, Verdampfung und Kondensation basieren je nach Hersteller auf unterschiedlichen Verfahrenstechniken. Erdgas dient allen gleich als Antriebsenergie, um die zu nutzende Umweltwärme auf das notwendige Temperaturniveau zu bringen. Einen bedeutenden Teil ihrer Leistung beziehen sie jedoch aus Umweltwärme, welche z. B. über Erdsonden gewonnen wird.

 

Das Grundprinzip einer Gaswärmepumpe – Wie ein Kühlschrank, der Wärme erzeugt

Gaswärmepumpen nutzen, mit Ausnahme von Zeolith-Heizgeräten, das bewährte Funktionsprinzip des Kühlschranks – nur auf umgekehrte Weise. Während der Kühlschrank dem Innenraum Wärme entzieht und nach außen abgibt, entnimmt eine Gaswärmepumpe der Umgebung die Wärme und gibt diese als Heizenergie an den Heizkreislauf ab.

 

Dieser „Wärmepumpenprozess“ besteht aus vier Schritten:

1. Verdampfen

Der Verdampfer entzieht der Umgebung Wärme. Dabei wechselt das im System enthaltene Kältemittel in den gasförmigen Zustand.

2. Verdichten

Der entstehende Dampf wird mittels eines Kompressors verdichtet und auf ein höheres Temperaturniveau gebracht.

3. Verflüssigen

Im dritten Schritt gibt das dampfförmige Kältemittel seine Wärme im Verflüssiger an das Heizungssystem ab und wird somit flüssig.

4. Entspannen

Zum Schluss baut ein Entspannungsventil den Überdruck ab, so dass das Kältemittel wieder Umweltwärme aufnehmen und der Prozess von vorne beginnen kann.

 

Funktionsprinzip

Je nach Heizungshersteller lassen sich bei Gaswärmepumpen für Einfamilienhäuser vor allem drei Systeme unterscheiden:

 

Gasmotorwärmepumpe

Gasmotorische-Gaswärmepumpen werden mit Erdgas betrieben. Um den Verdichter in Gang zu setzen, kommt ein Verbrennungsmotor zum Einsatz. Dieser sollte schallgedämmt sein, um störende Betriebsgeräusche zu vermeiden. Kompressions-Gaswärmepumpen arbeiten primärenergetisch effizienter als Elektro-Wärmepumpen, da sich die Abwärme – welche beim Verbrennungsprozess entsteht – zusätzlich als Heizwärme nutzen lässt.

 

Gas-Absorbtions-Wärmepumpe

Drei Kreisläufe richtig kombiniert ergeben eine überzeugende Lösung für Heizung und Warmwasser: Absorptions-Gaswärmepumpen nutzen Erdgas anstelle elektrischer Antriebsenergie. In einem Systemkreislauf wird eine Wasser-Ammoniak-Lösung und Helium als Hilfsgas transportiert, so dass bewegliche Teile, wie z. B. Pumpen, für den Betrieb nicht erforderlich sind. Ergebnis dieser Zusammenarbeit: Eine Wärmepumpe ohne bewegliche Teile, die noch effizienter arbeitet als moderne Gas-Brennwertheizungen. Absorptions-Gaswärmepumpen sind dadurch sehr ausfallsicher und praktisch wartungsfrei.

 

Adsorption / Zeolith

Auf den ersten Blick scheint er unspektakulär, aber hinter der Blende einer Gaswärmepumpe zeigt es sein wahres Gesicht: Zeolith – das Mineral aus Aluminium- und Siliziumoxid ist ein echter Verwandlungskünstler. Adsorptions-Gaswärmepumpen machen sich dessen physikalischen Eigenschaften zu eigen. Zeolith bindet („adsorbiert“) Wasserdampf und saugt sich, aufgrund seiner zahlreichen submikroskopischen Kanäle, wie ein Schwamm voll, wobei Wärme entsteht, die an das Heizsystem abgeführt wird. Bei der Trocknung des Minerals durch einen Erdgasbrenner, tritt das zuvor gespeicherte Wasser als Dampf wieder aus, kondensiert und gibt Wärme an das Heizsystem ab.

Förderung

Über das sog. „Marktanreizprogramm“ (MAP) wird der Einbau von Gaswärmepumpen durch die Öffentliche Hand gefördert. Seit dem 1. April 2015 können neben Bestandsgebäuden auch Neubauten von der Förderung profitieren.  Gaswärmepumpen werden nun mit mindestens 4.500 Euro (Basisförderung) bezuschusst. Zusätzliche Fördersummen sind möglich.

Ansprechpartner für diese Förderung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Dort stehen auch die notwendigen Antragsunterlagen bereit.

MainKinzigGas berät sie in einer entsprechenden Fördermittelberatung gerne über nähere und weitere Optionen.

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